Letztes Update:
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Facebook verlegt Daten aus Irland

14:37
19.04.2018
Facebook verlegt die Daten von gut 1,5 Milliarden nicht-europäischer Nutzer raus aus dem Geltungsbereich der neuen EU-Datenschutzverordnung. Bisher war ein  Facebook-Ableger in Irland für das gesamte Geschäft außerhalb der USA zuständig. Jetzt  sollen nur noch die zuletzt 370 Millionen Nutzer  in Europa dort vertraglich angesiedelt sein, wie Facebook am Donnerstag bestätigte. Die Daten der restlichen internationalen Nutzer werden  künftig in den USA gespeichert.

Facebook betont, der Schritt ändere nichts daran, dass die gemäß EU-Regeln eingeführten  neuen Datenschutz-Werkzeuge weltweit  verfügbar sein werden. Das Online-Netzwerk  hatte zugleich schon zuvor erklärt, dass diese Neuerungen außerhalb Europas nicht in den  hauseigenen Nutzungsbedingungen  festgeschrieben werden. Facebook erklärt das unter anderem damit, dass die  EU-Grundverordnung zum Teil sehr spezifisch  auf Europäer zugeschnittene Regelungen  vorsehe. Außerdem wolle Facebook künftig auch flexibler auf lokale Datenschutz-Regeln in  einzelnen Ländern reagieren - und ein globale  Verpflichtung auf EU-Vorschriften könne dies  erschweren.

dpa

Europaparlament will Zuckerberg persönlich

07:39
19.04.2018
Das Europaparlament besteht im Datenskandal um Cambridge Analytica auf eine persönliche Anhörung des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg. "Wir danken Ihnen für das freundliche Angebot, [...] Joel Kaplan zu diesem Thema ins Parlament zu schicken. Alle Fraktionen haben jedoch betont, dass Ihre Anwesenheit absolut notwendig ist", schrieb Parlamentspräsident Antonio Tajani am Mittwoch in einem Brief an Zuckerberg. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel vor.

In dem Datenskandal mit Millionen Betroffenen ist es bereits Tajanis zweite Einladung an den 33-jährigen Amerikaner. Als Reaktion auf das erste Schreiben hatte Zuckerberg dem Brief vom Mittwoch zufolge seinen Vize-Chef für  Öffentlichkeitsarbeit, Joel Kaplan, vorschicken wollen. Vergangene Woche hatten sich die Spitzen aller Fraktionen dafür ausgesprochen, die persönliche Einladung an Zuckerberg zu bekräftigen.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Millionen Europäer, die von dem Cambridge-Analytica-Skandal betroffen waren, volle und gründliche Erklärungen von Facebooks Top-Manager verdienen", schreibt Tajani in dem Brief. Diese Gelegenheit hätten auch amerikanische Bürger bei Zuckerbergs Anhörungen im US-Kongress in der vergangenen Woche gehabt. Es sei dringend notwendig, über die Rolle von Cambridge Analytica im Brexit-Referendum sowie bei anderen Wahlen in EU-Staaten
aufzuklären.

Tajani betont, das EU-Parlament vertrete mehr als 500 Millionen Bürger und sei bei der Gesetzgebung im weltweit stärksten Wirtschaftsraum ein Hauptentscheidungsträger. Im Skandal um Facebook und Cambridge Analytica könnten nach Einschätzung von Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein - unter
ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein.

dpa

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