Letztes Update:
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Gegenwind durch EU

08:44
26.04.2018
Das Facebook-Geschäft hat zu Jahresbeginn weiter ungebremst zugelegt. Die Affäre um die Weitergabe von Nutzerdaten an die Firma CambridgeAnalytica spielte dabei quasi keine Rolle. Sie wurde erst wenige Tagevor dem Ende des Quartals im März bekannt. Allerdings rechnet Facebook mit einem Dämpfer für sein Geschäft durch die EU-Datenschutzverordnung. Im laufenden Quartal werde die Zahl der monatlich und täglich aktiven Nutzer in Europa voraussichtlich stagnieren oder leicht zurückgehen, erklärte das Online-Netzwerk am Mittwoch. Der Grund sei die Einführung der neuen Datenschutz-Regeln am 25. Mai. Wenn viele Mitglieder die striktesten Einstellungen für mehr Privatsphäre wählen, könne das auch negative Auswirkungen auf Facebooks Werbegeschäft haben. Man sehe aber kein "Weltuntergangs-Szenario", sagte Finanzchef David Wehner.

Gut einen Monat nach Beginn des aktuellen Facebook-Datenskandals präsentierte das weltgrößte Online-Netzwerk zugleich starke Zahlen für das erste Quartal. Das war auch nicht anders zu erwarten: Die Kontroverse um die Weitergabe von Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica war erst Tage vor Quartalsende entbrannt. Aber auch die Nutzerzahlen im März zeigten Wachstum statt Abwanderung.

Der fast ausschließlich mit Werbung erwirtschaftete Umsatz stieg im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 11,97 Milliarden Dollar (aktuell rund 920 Millionen Euro). Der Gewinn
sprang um 64 Prozent auf 4,99 Milliarden Dollar (aktuell rund 4,1 Milliarden Euro) hoch. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten - die Aktie legte nachbörslich um mehr als sieben Prozent zu.

dpa

Snapchat kommt mit blauem Auge davon

08:35
26.04.2018
Die Foto-und Videoapp Snapchat soll auch nach dem Greifen der neuen EU-Datenschutzregeln für Jugendliche im Alter unter16 Jahren ohne Zustimmung der Eltern nutzbar bleiben. Dafür wolle Snapchat in dieser Altersgruppe auf die Erhebung personenbezogener Daten wie Ortungsinformationen verzichten, erklärte die Betreiberfirma Snap der "Financial Times" von Donnerstag. Teenager gehören zu den aktivsten Nutzern der Snapchat-App und die Snap-Aktie fiel am Mittwoch um fast sieben Prozent, nachdem WhatsApp ankündigte, das offizielle Mindestalter für die Nutzung in der EU auf 16 Jahre hochzusetzen.

dpa

WhatsApp in Zukunft erst ab 16 Jahren

07:35
25.04.2018
Die EU-Datenschutzverordnung hat auch  Auswirkungen für WhatsApp. Der in Deutschland populäre Messaging-Dienst geht  dabei zum Teil einen anderen Weg als die Mutter Facebook.

Der Messaging-Dienst WhatsApp hebt bei der Umsetzung der neuen  EU-Datenschutzgrundverordnung das  Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16  Jahre an. Die Verordnung verlangt allerdings  keine harte Kontrolle der Altersgrenze - etwa  durch das Hochladen eines Altersnachweises.  Eine solche Kontrolle ist bei WhatsApp  entsprechend auch nicht geplant.

Neue und bestehende WhatsApp-Nutzer  werden demnächst in der App gefragt, ob sie  älter als 16 sind. Die ab 25. Mai greifenden EU-Regeln erfordern bis zu diesem Alter die  Zustimmung der Eltern zur Datenverarbeitung.  Der WhatsApp-Eigentümer Facebook  entwickelte ein Verfahren, um diese Freigabe  einzuholen, der weitgehend eigenständig agierende Chat-Dienst verzichtet dagegen  darauf. Außerhalb der EU bleibt das  Mindestalter bei 13 Jahren.

WhatsApp richtete für die Verarbeitung der  Daten europäischer Nutzer zudem eine neue  Tochterfirma in Irland ein, wie das Unternehmen  in einem Blogeintrag am  Dienstag bekanntgab. Das bedeutet zugleich nicht, dass die Daten auch ausschließlich  innerhalb der EU lagern werden. WhatsApp  betont, dass Inhalte der Kommunikation bei  dem Dienst durch sogenannte Ende-zu- Ende-Verschlüsselung nur für Absender und  Adressat sichtbar sind, aber nicht für den Dienst  selbst.

Entsprechend überschaubar werden daher auch die gesammelten Daten ausfallen, die man  gemäß der Datenschutz-Verordnung als Nutzer herunterladen kann. Diese Funktion solle in den kommenden Wochen umgesetzt werden, kündigte WhatsApp an.

Es bleibe vorerst dabei, dass Account- Informationen nicht mit der Mutter Facebook  zur Personalisierung der Werbung beim Online- Netzwerk verwendet werden.

dpa

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