Facebook ist nach eigenen Angaben weiterhin nicht bekannt, welche Informationen seiner Nutzer genau im jüngsten Datenschutz-Skandal bei der umstrittenen Firma Cambridge Analytica gelandet sind. "Bis zum heutigen Tage wissen wir nicht, welche Daten Cambridge Analytica hat", sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg der "Financial Times". Nach Gründer und Chef Mark Zuckerberg räumte auch sie
Fehler ein und sagte, Facebook habe zu langsam reagiert. Nach Einschätzung von Facebook könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein, darunter potenziell knapp 310 000 Mitglieder aus Deutschland. Cambridge Analytica selbst erklärte, man habe Informationen zu 30 Millionen Nutzern erhalten. Facebook konnte den Datenbestand bei Cambridge Analytica bisher nicht nachprüfen, weil bei der Firma zunächst die britische Datenschutzbehörde am Zug ist.
Andererseits ist ziemlich klar, wie Facebook die Weitergabe von Informationen im Messenger handhabt. Der US-Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, dass das Unternehmen die Nachrichten, Bilder und Links scannt, die Nutzer einander in der App schicken. Zu Sicherheitszwecken, wie CEO Mark Zuckerberg versichert.
dpa/LEAD Redaktion