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20190424131411

Mehr als 300 000 Deutsche betroffen

06:54
05.04.2018
Von dem Datenskandal um Cambridge Analytica könnten rund 310 000 Nutzer aus Deutschland betroffen sein. Weltweit könnten Informationen von bis zu 87 Millionen Mitgliedern unrechtmäßig zu der Analyse-Firma gelangt sein, teilte das Online-Netzwerk am Mittwoch mit. Damit ist die Zahl der potenziell Geschädigten deutlich höher als bislang bekannt. Bei dem Datenskandal hatte der Entwickler einer Umfrage-App Informationen von Nutzern an die Analysefirma Cambridge Analytica weitergereicht, die unter anderem für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump gearbeitet hatte. Dabei geht es nicht nur um die Daten der Umfrage-Teilnehmer, sondern auch um die ihrerFacebook-Freunde. Das erklärt die hohe Zahl der betroffenen Nutzer.

An der Umfrage hätten sich lediglich 65 Nutzer aus Deutschland beteiligt, wie Facebook auf Anfrage erklärte. Über die Erfassung der Informationen von Freunden - zum Beispiel auch durch Verbindungen zuNutzern in anderen Ländern - könnten jedoch bis zu 309 815
Facebook-Mitglieder aus Deutschland betroffen sein.

Das sei die von Facebook errechnete maximale Zahl möglicher Betroffener - das gilt auch für die weltweite Schätzung von bis zu 87 Millionen Nutzern. Die Mehrheit der Betroffenen, rund 70 Millionen, stammen aus den USA. Aus den Philippinen, Indonesien und Großbritannien sind es jeweils rund eine MillionenFacebook-Mitglieder.

dpa

Zuckerberg kontert Tim Cook

08:55
03.04.2018
Letzte Woche meldet sich auch Apple-CEO Tim Cook in Sachen Cambridge Analytica zu Wort. Er bezeichnete den Vorfall als so "furchtbar", dass möglicherweise ein gut strukturiertes Regelwerk für die Nutzung von Daten durch Unternehmen nötig sei. Nun hat Zuckerberg darauf geantwortet - im  "The Ezra Klein Show" Podcast. Er verwies auf die Grundidee hinter Facebook, alle Menschen weltweit miteinander zu vernetzen. Egal, ob sie nun Geld hätten, für einen solchen Dienst zu bezahlen oder nicht. Das hätte, so Zuckerberg, ganz natürlich zur Finanzierung der Plattform über Werbeeinnahmen geführt. In Richtung Cook fand er deutliche Worte:  Diejenigen außen vor zu lassen, die für einen Dienst nicht bezahlen können sei "irgendwie heuchlerisch". Klar. Apple verdient sein Geld zwar nicht mit Werbung, verlangt für seine Produkte aber ordentliche Preise. Für das iPhone10 beispielsweise muss man in Deutschland rund 1000 Euro hinblättern. So oder so ist die Diskussion überflüssig - so wenig die Geschäftsmodelle der beiden Unternehmen vergleichbar sind, so wenig können die beiden CEOs in diesem Punkt einander angreifen.

Gabriella Bassu

Facebook kappt Kollaboration mit externen Datenhändlern

09:10
29.03.2018
Ad-Targeting auf Facebook wird schwieriger: Als Reaktion auf den Skandal um missbrauchte Userdaten hat Facebook entschieden, externe Daten-Provider nicht mehr zum Anzeigen-Targeting zu verwenden. Im Laufe der nächsten sechs Monate werde Facebook seine Zusammenarbeit mit den sogenannten Partner Categories einzustellen, teilte das Unternehmen mit. Das Programm gibt es seit 2013. Externe Firmen wie WPP, Acxiom, Transunion, BlueKai, Datalogix und Experian stellten dabei Werbetreibenden und weiteren Daten-Providern auf Facebook ihre Daten zur Verfügung. Datenhändler hatten es damit bislang einfacher, User in Ziel- und Werbegruppen einzuteilen. Diese Datenweitergabe wird nun beendet. Weiter kollaborieren möchte Facebook mit den Datenanbietern bei der Auswertung von Werbekampagnen. 

ISP

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