Letztes Update:
20200430184122

Unis im Südwesten erkennen Corona-Engagement als Studienleistung an

14:04
15.04.2020
Die Universitäten in Tübingen und Freiburg erkennen soziales Engagement in der Corona-Krise neuerdings als Studienleistung an.

So können sich Freiburger Studenten nun sogenannte ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie etwa für den städtischen Krisenstab beim Telefondienst mitarbeiten oder bei der ambulanten Hospizgruppe aushelfen. «In der aktuellen Situation erwarten wir von den Studierenden sehr viel Flexibilität, diese möchten wir ihnen im Gegenzug auch bieten», kommentiert Anette Bender von der Uni Freiburg am Mittwoch die Initiative.

Ähnlich verfährt die Universität Tübingen. Dort gilt etwa auch die Mithilfe bei der Ernte als soziales Engagement in der Corona-Krise, das sich die Studenten mit Leistungspunkten vergüten lassen können. An beiden Unis ist die Idee nicht grundsätzlich neu: Schon länger bieten sie spezielle Kurse an, in denen Studenten in ihrem jeweiligen sozialen Engagement wissenschaftlich begleitet werden. Diese werden nun auf coronabezogene Hilfsdienste ausgeweitet.

Die Universität Heidelberg hingegen lehnt das Konzept ab. Auch wenn man das Engagement der Studenten in der Corona-Krise ausdrücklich begrüße, handele es sich um ein Ehrenamt und nicht um eine Studienleistung, sagte eine Sprecherin der Uni auf Anfrage.

(dpa/lsw)

849 bestätigte Fälle im Ortenaukreis

13:17
15.04.2020
Im Ortenaukreis wurden sechs weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Zahl auf 58 - Stand Mittwoch, 15. April. Indes gibt es laut Pressemitteilung inzwischen 849 bestätigte Coronavirus-Fälle. 

(pm/sb)

Umfrage zu Corona-Zeit: Häufiger online, am Telefon, in der Küche

12:48
15.04.2020
In der Corona-Krise sind viele Menschen in Deutschland häufiger im Internet unterwegs oder telefonieren. Das zeigt auch eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Umfrage der Industrievereinigung gfu. In der ersten Aprilwoche wurden dafür 1000 Menschen in Deutschland befragt.

Jeder Zweite (54 Prozent) gab dabei an, nun häufiger im Netz zu surfen - oder zu telefonieren (45 Prozent, Mehrfachantworten möglich). Vier von zehn Befragten sehen in Zeiten von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zudem mehr lineares Fernsehen. Etwa jeder siebte Haushalt (15 Prozent) hat wegen Corona kostenpflichtige Verträge für Filme, Dokumentationen oder Serien abgeschlossen.

Aber auch für Beschäftigungen abseits von Bildschirmen ist nun mehr Zeit: Mehr als jeder Dritte kocht und backt öfter (37 Prozent) und räumt häufiger auf (37 Prozent). Zeitschriften und Bücher werden mehr in die Hand genommen (30 Prozent), und die Familie sehen 28 Prozent öfter - angesichts der Ausgangsbeschränkungen wenig überraschend. Neben dem Putzen (29 Prozent) nehmen sich viele nun sogar Zeit fürs Renovieren: Diese Aufgabe sind 23 Prozent angegangen.

(dpa)

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