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Ein medizinischer Mitarbeiter hinter der Glaswand einer Quarantänestation neben der Corona-Intensivstation des Krankenhauses von Shifa. Foto: Mohammed Talatene/dpa

10:43
07.12.2020
Das Bundesland Sachsen erwägt weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene und der Wirtschaft beraten. 
"Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist", betont der Regierungschef. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. 

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

10:41
07.12.2020
UPDATE | Das schludrige Umgehen mit den Corona-Auflagen ist nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder ein Grund für die konstant hohen Infektionszahlen. "Es ist an einigen Stellen ein Schlendrian eingekehrt." Aus diesem Grund sei die zweite Infektionswelle auch die heimtückischere. "Sie wird oft unterschätzt." Im Frühjahr hätten sich viele Menschen konsequenter an die Vorgaben gehalten, auch im Handel werde inzwischen nicht mehr alles so genau genommen.

Um die Infektionszahlen wieder nach unten zu bekommen, brauche es jetzt einen "Mentalitätswandel", erklärt Bayerns Regierungschef. Es dürfe nicht darum gehen, immer das "letzte Haar in der Suppe" oder das "kleinste Schlupfloch" zu suchen, vielmehr müsse sich jeder bewusst machen, wie ernst die Lage sei. Jeder sei aufgerufen, daran zu arbeiten, wie die Situation verbessert werden könne. Er verteidigt die geplanten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für sein Bundesland. "Es ist nicht das, was wir uns wünschen, aber wir müssen das tun, was notwendig ist", sagte im ARD-"Morgenmagazin".