Der
Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, und die
Amadeu-Antonio-Stiftung verurteilen Antisemitismus in den Reihen der Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen und fordern mehr Prävention. "Das Selbstbild als verfolgtes Opfer ist und war ein zentrales Element antisemitischer Einstellungen", sagt Klein in Berlin.
Judenhass sei in vielen Kreisen wieder gesellschaftsfähig geworden und verbinde bei den Protesten politische Milieus, die vorher wenig Anknüpfungspunkte gehabt hätten: von Esoterikbegeisterten über Heilpraktiker und Friedensbewegte bis hin zu Reichsbürgern und offen Rechtsextremen. Antisemitismus äußere sich zurzeit vor allem in Verschwörungsmythen über angeblich geheime Mächte im Hintergrund.