Letztes Update:
20210102013048

08:04
29.10.2020
Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die geplanten Maßnahmen für sinnvoll, um die zweite Welle zu brechen - aber nur dann, wenn sich danach das Verhalten ändert. "Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen bewusst sind, dass es ohne ihr Mitwirken nicht funktioniert", sagt der Laborleiter und Dozent. 
Mit massiven Kontaktbeschränkungen gebe es eine gute Chance, die Infektionsketten zu durchbrechen. Nur müssten die Menschen nach der "Rückkehr in den Normalbetrieb" wieder darauf achten, sich an bestimmte Maßnahmen wie das Lüften oder die AHA-Regeln - Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen - zu halten. "Sonst führt das in eine Endlosschleife", sagt Stürmer. Die Entwicklung der Fallzahlen habe gezeigt: "Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden."

Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

07:50
29.10.2020
In Italien ist es am Abend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen der gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Straße. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt.
In Palermo auf Sizilien wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten verletzt, wie Ansa berichtet. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Italiens Mitte-Links-Regierung hat unlängst verschärfte Schutzmaßnahmen wie der Schließung aller Lokale um 18.00 Uhr verfügt. Kinos und Theater bleiben seit Montag zu.