Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die geplanten Maßnahmen für sinnvoll, um die zweite Welle zu brechen - aber nur dann, wenn sich danach das Verhalten ändert. "Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen bewusst sind, dass es ohne ihr Mitwirken nicht funktioniert", sagt der Laborleiter und Dozent.
Mit massiven Kontaktbeschränkungen gebe es eine gute Chance, die Infektionsketten zu durchbrechen. Nur müssten die Menschen nach der "Rückkehr in den Normalbetrieb" wieder darauf achten, sich an bestimmte Maßnahmen wie das Lüften oder die AHA-Regeln - Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen - zu halten. "Sonst führt das in eine Endlosschleife", sagt Stürmer. Die Entwicklung der Fallzahlen habe gezeigt: "Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden."