Letztes Update:
20210102013048

15:01
20.10.2020
Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) kritisiert angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen Bürger scharf, die Partys feiern und gegen staatliche Regeln verstoßen. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern gesellschaftsschädigendes Verhalten. Es ist ein schwerer Verstoß gegen den Gemeinsinn in unserem Land", sagt er dem Magazin "stern". Deutschland sei bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. "Das Einzige, womit wir unseren Erfolg zunichte machen können, ist unser Freizeitdrang." 
Es gehe nun darum, über den Winter zu kommen. "Da ist eine gesellschaftliche Rücksichtnahme der Jüngeren gegenüber den Älteren etwas, was man erwarten darf", fordert Braun. Zugleich ließ er erkennen, dass er weitere Verschärfungen der Corona-Regeln für nötig hält. 

14:45
20.10.2020
In der Debatte über den Betrieb der Schulen unter Pandemiebedingungen kritisieren Bildungsgewerkschaften und Bundeselternrat das Vorgehen der Kultusministerkonferenz (KMK). Konkret geht es um das Rahmenkonzept der KMK für Infektionsschutz und Hygiene an den Schulen in Corona-Zeiten. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Bundeselternrat bemängeln in einer gemeinsamen Mitteilung, dass im KMK-Konzept zwar ein stufenweises Vorgehen nach Infektionslage empfohlen wird, etwa das Maske-Tragen auch im Unterricht oder auch der Umstieg auf Schichtbetrieb.
Da das stufenweise Vorgehen aber nicht konkret an die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der festgestellten Fälle in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, gekoppelt wird, verfehle das Konzept seinen Sinn. Die Verbände werfen der KMK vor, die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nicht zu beachten.

Foto: Bernd Wüstneck/dpa