Letztes Update:
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Patrick Larscheid, Amtsarzt im Berliner Bezirk Reinickendorf. Foto: Paul Zinken/dpa

12:26
14.08.2020
Der Amtsarzt von Berlin Reinickendorf, Patrick Larscheid, hat sich dagegen ausgesprochen, Schulen wegen einzelner Corona-Fälle komplett zu schließen. Das sei nicht nachvollziehbar, sagte Larscheid der Deutschen Presse-Agentur. Die positiven Tests einzelner Schüler oder Lehrer würden hochstilisiert zu einem großen Schulproblem. "Was es nicht ist. Kein Mensch redet darüber, dass diese Schüler zum Beispiel auch Mitglieder in Fußballvereinen oder und Ähnlichem sind", sagte Larscheid. "Der Kontext Schule wird völlig überbewertet."

12:24
14.08.2020
Ein Berliner Gymnasium, das gestern wegen eines Corona-Falls geschlossen worden war, nimmt den Unterricht wieder auf. Das bestätigte der Schulleiter nun der Deutschen Presse-Agentur. Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule sowie eine Schulklasse seien gestern auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, heute habe ihn das Gesundheitsamt informiert, dass alle Tests negativ seien, sagt der Schulleiter.
Die Schule im Stadtteil Friedrichshagen war geschlossen worden, weil eine Lehrkraft angegeben hatte, positiv getestet worden zu sein. Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium war die erste Schule in Berlin, die kurz nach den Sommerferien wegen eines möglichen Corona-Falls wieder geschlossen wurde.

12:20
14.08.2020
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im Kampf gegen die Pandemie von der Bundesregierung wieder mehr Koordination. "Ich glaube, dass der Bund sich wieder stärker engagieren sollte" für Absprachen und Strategien mit den Ländern, sagt der Bundestagsabgeordnete und studierte Epidemie-Forscher im ZDF-"Morgenmagazin". Das habe Deutschland im Frühjahr durch die erste Corona-Welle gebracht. "Man hatte eine klare Strategie, die man dann auch der gesamten Bevölkerung erklären konnte. Daran hapert es ein bisschen in der jetzigen Zeit."
Bund und Länder hatten sich nach der ersten Welle darauf verständigt, stärker regional und nicht mehr bundeseinheitlich zu reagieren. Vereinbarungen von Bund und Ländern zur Pandemie beschränkten sich daher zuletzt eher darauf, unterschiedliche Ansätze der einzelnen Länder in einem gemeinsamen Papier lediglich zusammenzufassen.