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Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa

12:09
14.08.2020
"Smarte" Wartehäuschen an Bus-Haltestellen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul können Menschen mit erhöhter Körpertemperatur erkennen - und sie automatisch vor dem Eintritt abhalten. Die Häuschen mit den verglasten Wänden sollen den Wartenden nicht nur Witterungsschutz bieten, sondern auch als Nebeneffekt in Zeiten der Pandemie Schutz vor Ansteckung gewähren. Der Stadtbezirk Seongdong-gu betreibt seit dieser Woche zunächst an den zehn meist besuchten Haltestellen die neuen Häuschen, um die "Erfahrung mit der öffentlichen Beförderung in und um Busstationen zu verbessern", wie die Zeitung "The Korea Herald" berichtet. Das Bezirksbüro sei damit das erste in der Stadt mit solchen Räumen für wartende Fahrgäste.
Am Eingang wird mit einer Wärmebildkamera Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur habe, werde automatisch daran gehindert, einzutreten. Zudem sind die Häuschen mit ultraviolettem Licht ausgestattet, um die Übertragung von Viren in der Luft zu verhindern. Zur Austattung gehören zudem eine Kühlanlage, Smartphone-Ladevorrichtungen, Gratis-WLAN und Lautsprecher. Über eine intelligente Überwachungskamera wird den Wartenden an Bildschirmen im Raum angezeigt, wann die Busse ankommen. Laut "Korea Herald" kostet jedes Wartehäuschen um die 100 Millionen Won (etwa 71.000 Euro). Das Projekt für die Hightech-Unterstände werde von dem Elektronikhersteller LG Electronics unterstützt, der unter anderem auch das Design liefere.

11:58
14.08.2020
Frankreichs Hauptstadt Paris gilt wegen der steigenden Zahl der Neuinfektionen wieder als Zone, in der das Virus aktiv zirkuliert. Ein entsprechender Erlass wurde nun veröffentlicht. Auch das Département Bouches-du-Rhône, in dem die Stadt Marseille liegt, ist von der neuen Einstufung betroffen. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können - theoretisch etwa durch das Schließen von Restaurants oder Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. 
Die Städte Paris und Marseille seien aktuell besonders gefährdet, sagt der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon. In etwa 20 weiteren Départements sei man aktuell besonders wachsam. Die Behörden hatten zuvor bereits gewarnt, dass die Zahl der Neuinfektionen in den Metropolen besonders bei jungen Menschen steige. "Es sind dicht besiedelte Orte, Orte mit vielen Bevölkerungsströmen, viel Verkehr, vielen jungen Menschen, die intensiv sozial aktiv sind", so Salomon.