Letztes Update:
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Foto: Christoph Soeder/dpa

12:02
03.08.2020
Nach Demonstrationen in Berlin mit Tausenden Teilnehmern weist die Berliner Innenverwaltung Kritik am Vorgehen der Hauptstadt-Polizei zurück. "Die Polizei Berlin hat am Wochenende professionell und angemessen agiert. Sie hat nicht zu spät eingegriffen", teilt Sprecher Martin Pallgen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Polizei habe von Anfang an bei den jeweiligen Versammlungsleitungen auf die Auflagen hingewiesen und sowohl den Aufzug als auch die Kundgebung beendet. 
Wenn eine Ansammlung von 20.000 Menschen, die sich teilweise verbal aggressiv und ablehnend verhielten, ohne polizeiliche Gewalt aufgelöst werden soll - was der richtige Weg der Deeskalation gewesen sei - dann dauere das etwas länger, teilte der Sprecher der Behörde von Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit. "Auch hier ist der Polizei kein Vorwurf zu machen."

11:55
03.08.2020
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert die Verstöße gegen Corona-Auflagen bei Demonstrationen in Berlin mit deutlichen Worten. Zugleich ruft er die Bürger dazu auf, sich weiter verantwortungsbewusst zu verhalten, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden. "Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger ist ein Risiko für uns alle", sagt Steinmeier in einer Videobotschaft. "Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler. Und wir gefährden darüber hinaus die Erholung unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unseres Kulturlebens."
Steinmeier mahnt: "Jede und jeder von uns steht jetzt in der Verantwortung, einen zweiten Lockdown zu verhindern. Denn es ist doch ganz klar: Eine weitere Phase des Stillstands würde uns alle noch viel härter treffen." Die Bürger sollten jetzt besonders vorsichtig sein - in der Freizeit, bei der Arbeit, im Urlaub und auch nach der Rückkehr. "Gehen Sie weiterhin keine unnötigen Risiken ein! Und nutzen Sie die Möglichkeiten, sich testen zu lassen. Auch wenn's schwerfällt: Bewahren wir Geduld und verhalten wir uns vernünftig!"