Letztes Update:
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Foto: Christoph Soeder/dpa

11:43
03.08.2020
Die Bundesregierung  kritisiert die Missachtung von Hygieneregeln bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen am Wochenende in Berlin scharf. "Die Bilder, die wir da am Wochenende sehen mussten, sind inakzeptabel", sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. "Das Verhalten von vielen Demonstrierenden ist in keinster Weise gerechtfertigt und nutzt das hohe Gut der Demonstrationsfreiheit aus."
Es sei dabei nicht nur zu "gravierenden Verstößen gegen die Hygieneregeln" gekommen, sondern es seien nach aktuellem Kenntnisstand auch "menschenverachtende Äußerungen" gemacht und die Arbeit von Journalisten behindert worden, sagt Demmer. Teilnehmer sollten sich zudem fragen, was es bedeute, Seite an Seite mit Menschen zu demonstrieren, die rechtem Gedankengut und Verschwörungstheorien anhingen. 

11:33
03.08.2020
Nach den Ausschreitungen Ende Juni an einem Wohnkomplex in Göttingen, der wegen vieler Corona-Fälle unter Quarantäne stand, wird gegen 36 Tatverdächtige ermittelt. Das sei die vorläufige Bilanz der Sonderkommission, teilt die Polizei mit. Bei den Ausschreitungen am 20. und 21. Juni wurden Polizisten unter anderem mit Flaschen, Steinen, Stangen, Haushaltsgegenständen und Pyrotechnik beworfen. Elf Beamte wurden den Angaben zufolge verletzt. Drei von ihnen seien dadurch vorerst nicht mehr dienstfähig gewesen, heißt es. Die Stadt hatte den Gebäudekomplex wegen einer Häufung von Corona-Infektionen für acht Tage unter Quarantäne gestellt. Rund 120 der mehr als 600 Bewohner hatten sich in der Zeit nachweislich mit dem Virus infiziert. 
Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, betont jedoch, dass die Gewalt nur von einem kleinen Teil der Bewohner ausging. "Die überwiegende Mehrheit folgte der durch die Stadt und das Gesundheitsamt Göttingen verhängten häuslichen Quarantäne", sagt Lührig.