Unter dem Motto "Herr Tschentscher, wir müssen reden" haben Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber auf St. Pauli erneut für eine Wiederzulassung der Prostitution demonstriert. "Lieber legal und kontrolliert - als illegal und unkontrolliert", forderten sie und appellierten an den Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), das Prostitutionsgewerbe "im Sinne der Pandemie-Bekämpfung" wie bereits andere körpernahe Dienstleistungen aus dem Lockdown zu entlassen. Zu der Kundgebung hatte die Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn" aufgerufen.
Bezirksamtschef Falko Droßmann (SPD) schloss sich den Forderungen an. Zugleich stellte er eine Wiederzulassung der Prostitution zum 1. September in Aussicht. Voraussetzung sei, dass die Infektionszahlen bis dahin nicht wieder in die Höhe schnellten. Dann beabsichtige die Sozialbehörde gemeinsam mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen, "die Prostitution in Prostitutionsstätten wieder zuzulassen", sagt er.