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Eine Versuchsperson erhält eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

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15.07.2020
Ein experimenteller Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna zeigt einer Studie zufolge nach ersten Tests ermutigende Ergebnisse. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten die Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, erklärt das an der Studie beteiligte Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten. Bei den 45 Teilnehmern im Alter von 18 bis 55 Jahren habe es keine ernsthaften Nebenwirkungen gegeben. Die Probanden, die innerhalb von zwei Monaten zwei Injektionen des Impfstoffs bekamen, entwickelten mehr neutralisierende Antikörper als Personen, bei denen eine Infektion diagnostiziert worden war.
Der Hersteller Moderna spricht von einer "robusten Immunreaktion", die nun den Weg für wesentlich größere Studien zu Wirksamkeit ebne. Der Impfstoff mRNA-1273 soll bereits ab Ende Juli an rund 30.000 Probanden getestet werden - in einer sogenannten Studie der Phase 3. In den Tests der ersten Phase werden Impfstoffe immer nur an wenigen Freiwilligen getestet, weil es dabei zunächst vor allem um die Prüfung der Verträglichkeit geht. Wegen des kurzen Studienzeitraums ist auch noch nicht klar, ob und wie lange die Antikörper die Probanden tatsächlich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können. Das Blut der Teilnehmer solle daher noch ein Jahr lang regelmäßig auf den Anteil von Antikörpern geprüft werden, heißt es in der Studie.