Der Deutsche Städtetag ruft die Bürger auf, trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich Fahrpersonal oder Fahrgäste überdurchschnittlich im Nahverkehr mit dem Coronavirus angesteckt hätten", sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirkten, auch die Maskenpflicht. Die Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität dürfe nicht durch das Coronavirus ausgebremst werden.
Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs war seit März stark zurückgegangen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VdV) sank die Zahl der Fahrgäste während des Lockdowns auf 20 Prozent des üblichen Aufkommens. Inzwischen fahren wieder mehr Menschen Bus und Bahn, doch die Lage der Verkehrsbetriebe bleibt angespannt. Mitte Juni lag die Nutzung bei 40 bis 60 Prozent.