Letztes Update:
20210102013048

07:08
01.07.2020
Weil sich in den Ställen die Schlachtschweine stauen, fordern die Deutschen Schweinehalter Klarheit darüber, wann die Tönnies Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück wieder öffnet. "Die Schweinehalter müssen das dringend wissen, wir brauchen schnell ein klares Signal, sonst droht auf Sicht ein großes Tierschutzproblem in den Ställen", sagt der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, Torsten Staack, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Laut Staack werden in Rheda-Wiedenbrück zwischen 12 und 14 Prozent der deutschen Schweine geschlachtet. Weil der Betrieb nach dem Corona-Ausbruch unter Beschäftigten aber derzeit ruht und auch andere Schlachthöfe nur reduziert arbeiten, gebe es zurzeit deutschlandweit Verarbeitungsengpässe. "In der Woche stauen sich derzeit insgesamt etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden können", sagt Staack. Schweinemäster müssten massive finanzielle Verluste hinnehmen. 

Frisch geschlachtete Schweine hängen in einem Kühlhaus des Fleischunternehmens Tönnies im September 2017. Foto: Bernd Thissen/dpa

06:52
01.07.2020
Vor den schweren Corona-Ausbrüchen in mehreren Fleischbetrieben lief die Produktion in Deutschland auf Hochtouren. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz des Gewerbes um 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Dafür sorgte unter anderem die hohe Nachfrage aus China, die im selben Zeitraum den Export dorthin mehr als verdoppelt hat. Für die deutschen Verbraucher bedeutete das vor allem deutlich gestiegene Preise: Im Mai 2020 lagen sie 11,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa