Letztes Update:
20210102013048

06:42
01.07.2020
Bundesaußenminister Heiko Maas drängt mit dem Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf eine schnelle Einigung bei den Corona-Hilfen der Europäischen Union. "Wichtig ist, dass Länder wie Italien oder Spanien, die ganz besonders hart getroffen sind von der Corona-Krise, jetzt auch schnell auf dieses Geld zugreifen können", sagt der Sozialdemokrat im ZDF-"Morgenmagazin" in Berlin. Wenn es noch Wochen dauere, werde es diesen Ländern nicht helfen. Man stehe deshalb unter großem Zeitdruck.

06:20
01.07.2020
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt vor neuen Flüchtlingswellen, sollte die Pandemie nicht global erfolgreich bekämpft werden. "Besiegen wir das Virus nicht weltweit, kommt es zurück wie ein Bumerang. Dann werden auch unsere Erfolge bei der Corona-Bekämpfung wieder zunichte gemacht, ganz zu schweigen von neuen Flüchtlingswellen", sagt der CSU-Politiker in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Vor allem brauche es nun zusätzliche Mittel der Europäischen Union für Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen die Pandemie "eine schwere Wirtschafts- und Hungerkrise" ausgelöst habe. "Brüssel hat zwar Geld für Hilfsmaßnahmen umgeschichtet, aber bisher keinen einzigen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, um die dramatische Notlage zu bekämpfen. Das ist beschämend", sagt Müller.

Migranten aus dem Lager Moria auf der Insel Lesbos, sind im  Hafen von Piräus bei Athen an Land gegangen. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

06:00
01.07.2020
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR ruft  die Bundesregierung auf, den Schutz der Flüchtlinge auch in Corona-Zeiten zu einer der Prioritäten ihrer Ratspräsidentschaft zu machen. "Das Virus kennt keine Grenzen und betrifft uns alle", sagt Gonzalo Vargas Llosa, UNHCR-Beauftragter für EU-Angelegenheiten. Doch Vertriebene seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt. "Durch politische und finanzielle Unterstützung kann die EU dazu beitragen, eine globale Krise zu bewältigen und Flüchtlinge besser zu schützen."
85 Prozent der Flüchtlinge weltweit finden laut UNHCR Zuflucht in Entwicklungsländern, in denen die Gesundheitssysteme überfordert sind. Eine flexible Finanzierung sei nötig, um die Aufnahmeländer und die Vertriebenen zu unterstützen. Flüchtlinge müssten Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung bekommen, um die sozioökonomischen Auswirkungen von Covid-19 zu begrenzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten statt lediglich ums Überleben zu kämpfen.