Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen
UNHCR ruft die Bundesregierung auf, den
Schutz der Flüchtlinge auch in Corona-Zeiten zu einer der
Prioritäten ihrer Ratspräsidentschaft zu machen. "
Das Virus kennt keine Grenzen und betrifft uns alle", sagt Gonzalo Vargas Llosa, UNHCR-Beauftragter für EU-Angelegenheiten. Doch Vertriebene seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt. "
Durch politische und finanzielle Unterstützung kann die EU dazu beitragen, eine
globale Krise zu bewältigen und Flüchtlinge besser zu schützen."
85 Prozent der Flüchtlinge weltweit finden laut UNHCR
Zuflucht in Entwicklungsländern, in denen die
Gesundheitssysteme überfordert sind. Eine flexible Finanzierung sei nötig, um die Aufnahmeländer und die Vertriebenen zu unterstützen. Flüchtlinge müssten Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung bekommen, um die sozioökonomischen Auswirkungen von Covid-19 zu begrenzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten statt lediglich ums Überleben zu kämpfen.