Letztes Update:
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Der Rigaer Zentralmarkt. Foto: Alexander Welscher/dpa

17:46
30.06.2020
In Lettland hebt die Regierung die bislang geltende Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr auf. Im Zuge von in Riga beschlossenen weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen müssen Fahrgäste in Bussen, Straßenbahnen und Zügen ab 1. Juli nicht mehr Mund und Nase bedecken. Das Tragen von Gesichtsmasken bleibt jedoch weiter empfohlen. Die Mundschutzpflicht war Mitte Mai eingeführt worden - es hielten sich jedoch nur wenige Passagiere an die in der Öffentlichkeit umstrittene Vorgabe.
Auf Beschluss der Regierung in Riga dürfen sich zum 1. August wieder bis zu 3000 Personen gemeinsam im Freien für private und öffentliche Veranstaltungen versammeln - sie müssen dabei aber die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einhalten. Lettland steht durchaus gut da - zuletzt wurden kaum neue Infektionen mehr registriert. Das baltische EU-Land mit 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 1118 bestätigte Infektionen und 30 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

17:38
30.06.2020
Die Pandemie macht einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge Fortschritte beim Kampf gegen Kinderehen und Genitalverstümmelungen zunichte. Wenn die dagegen ankämpfenden Projekte noch weitere Monate brach lägen, könnten im kommenden Jahrzehnt rund 13 Millionen Mädchen zusätzlich zwangsverheiratet werden und 2 Millionen Mädchen zusätzlich zur Genitalverstümmelung gezwungen werden, heißt es in einem nun vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in New York veröffentlichten Bericht. 
Bereits in diesem Jahr würden wohl rund 4,1 Millionen Mädchen weltweit zur Genitalverstümmelung und rund 33.000 Mädchen unter 18 in die Ehe gezwungen, heißt es weiter. "Die schädliche Behandlung von Mädchen bringt tiefgreifende und anhaltende Traumatisierung mit sich und raubt ihnen das Recht, ihr volles Potenzial zu erreichen", sagt UNFPA-Chefin Natalia Kanem.

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Foto: Al Drago/Pool Bloomberg/AP/dpa