Letztes Update:
20210102013048

17:28
30.06.2020
Einer der führenden Corona-Experten der US-Regierung warnt  angesichts der rapiden Zunahme der Neuinfektionen im Süden des Landes vor einer dramatischen Zuspitzung der Pandemie. Falls der Anstieg in den betroffenen Bundesstaaten nicht unter Kontrolle gebracht werden könne, seien landesweit bald bis zu 100000 Neuinfektionen pro Tag vorstellbar, warnt der Immunologe Anthony Fauci bei einer Anhörung im Senat. "Ich bin sehr besorgt", sagt er. "Wir bewegen uns in die falsche Richtung." Zuletzt gab es in den USA rund 40.000 Neuinfektionen pro Tag - mehr als an den meisten Tagen der Hochphase der Pandemie im April. 
Die Pandemie könne derzeit nur eingedämmt werden, wenn die Menschen in der Öffentlichkeit konsequent Masken trügen und auf ihren Sicherheitsabstand achteten, sagt Fauci, der Direktor des nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten ist. Wenn sich die Menschen nicht daran halten würden, «werden wir weiter große Probleme haben», warnt er. In den USA gibt es seit Beginn der Pandemie bereits 2,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 126.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2. 

17:45
30.06.2020
Bulgarien will die Kapazitäten seiner Krankenhäuser wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen umgehend erhöhen. Die Covid-19-Intensivabteilungen sollen nun mit mehr Betten, Schutzkleidung, -Masken und –Brillen ausgestattet werden. Das entschied der Krisenstab in Sofia bei einer Sitzung mit Regierungschef Boiko Borissow. Borissow ordnete zudem an, dass Gesundheitsminister Kiril Ananiew die ausreichende Finanzierung der Behandlung von Covid-19 sicherstelle.
In Bulgarien mit seinen knapp sieben Millionen Menschen stiegen die nachgewiesenen Corona-Fälle in den vergangenen zwei Wochen schneller als je zuvor auf nun 4831 an. Mitte Juni waren es noch 3290 gewesen. Die negative Entwicklung wurde auch auf die Vernachlässigung der Schutzmaßnahmen seitens der Bevölkerung zurückgeführt. Durch einen Lockdown im März und April wurde im ärmsten EU-Staat vermieden, dass die technisch und personell teils schlecht ausgestatteten Krankenhäuser überlastet werden.

Reisende am Flughafen Barcelona. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa