Zum Ende der Spargelsaison ziehen Landwirte eine gemischte Bilanz angesichts der Coronakrise. "Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich", sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bernhard Rüb, der dpa. So hätten besonders Spargelbauern gelitten, die normalerweise viel Gemüse an die Gastronomie verkauften. Wegen der wochenlangen Schließung von Restaurants zur Eindämmung der Pandemie hätten einige Landwirte Einbußen von um die 60 Prozent der normalen Umsätze gehabt, hieß es auch vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. Auch der Deutsche Bauernverband sprach von erheblichen Verlusten durch die Schließung der Gastronomie. Zudem habe zu Beginn der Saison das Einreiseverbot für Erntehelfer den Bauern zu schaffen gemacht.
Beim Direktverkauf an Hofläden habe es in den vergangenen Wochen hingegen eine sehr hohe Nachfrage gegeben. "Die wurden geradezu gestürmt", berichtete Rüb. So habe es auch einige Bauern gegeben, die deutliche Zuwächse beim Umsatz verzeichnet hätten.