Im süditalienischen
Mondragone hat die Polizei
mehrere Gebäude abgeriegelt, weil dort bei bulgarischen Erntehelfern das Coronavirus grassiert. Einige Erntehelfer weigerten sich jedoch, im Sperrgelände zu bleiben, da sie weiterarbeiten wollten. Es kam zu
Protesten italienischer Anwohner, wie der Sender
RAI berichtet. In der Nacht wurde laut Berichten der Nachrichtenagentur
ANSA ein Auto in Brand gesetzt, das mutmaßlich einem Bulgaren gehört.
Vier positiv getestete Bulgaren, die die Zone verlassen hätten, seien aufgespürt worden. 43 Menschen seien in der Stadt rund 50 Kilometer nordwestlich von Neapel infiziert, berichtet der Sender
RAI. In einem weiteren Fall seien mehr als 60 Mitarbeiter einer großen Lieferfirma in Bologna mit Corona infiziert worden.
An der Unterbringung der Erntehelfer gibt es in Italien Kritik. Die Bulgaren "leben in illegal besetzten Gebäuden und gehören zu den zahllosen Arbeitern, die
auf den Höfen im Süden ohne Rechte beschäftigt sind", schrieb dazu etwa der Anti-Mafia-Autor
Roberto Saviano in der Zeitung "
La Repubblica".