Trotz Rekordzahlen bei Corona-Neuinfektionen in den USA sieht US-Vizepräsident Mike Pence Erfolge im Kampf gegen das Virus. "Wir haben wirklich bemerkenswerte Fortschritte gemacht", sagt Pence beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses seit fast zwei Monaten. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen besonders in südlichen Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke aber landesweit. Die Lage sei daher deutlich besser als vor zwei Monaten. Pence führte die steigende Zahl der bestätigten Neuinfektionen unter anderem auf die Ausweitung der Tests zurück - ähnlich argumentiert US-Präsident Donald Trump.
Derweil gibt das Gesundheitsministerium in Florida mit fast 9000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages ebenfalls einen neuen Höchstwert bekannt. Der Verkauf von Alkohol in Bars wird untersagt. Zuvor hatte angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen und des Anstiegs der Aufnahmen in Krankenhäusern auch der texanische Gouverneur Greg Abbott Gegenmaßnahmen angeordnet. "Gegenwärtig ist klar, dass der Anstieg der Fälle weitgehend auf bestimmte Aktivitäten zurückzuführen ist, darunter auch die Ansammlung von Texanern in Bars", erklärte der Republikaner in einer Mitteilung.