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Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

01:29
25.06.2020
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hofft, dass die Gesellschaft die Corona-Krise zum Anlass für Veränderungen nimmt. "Meine größte Sorge ist, dass wir glauben, es wird alles einfach so weitergehen. Es war ein kurzer Betriebsunfall und wir machen genauso weiter, wie es vorher war", sagt der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Meine größte Hoffnung ist deshalb, dass wir die Erfahrung dieser Pandemie wirklich nutzen, um uns selbst, jeder für sich, aber auch für die Welt als Ganzes zu fragen: Was haben wir in der Vergangenheit übertrieben? Was können wir für die Zukunft besser machen?" Er hoffe, dass "wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, der in der Krise gewachsen ist." Er erinnerte etwa an spontane Nachbarschaftshilfe. "Wenn davon viel erhalten bleibt, dann werden wir sagen können: Es war eine fürchterliche Krise, aber sie hat uns in vielem auch vorangebracht." Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Krise überwunden werden könne. Aber danach werde vieles anders sein als vorher. Positiv dabei sei: "Wir können jetzt Dinge verändern, die wir in der Vergangenheit gerne geändert hätten, es aber nicht konnten oder wollten. Darin liegt die Chance."

00:15
25.06.2020
Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt prüft einem Zeitungsbericht zufolge, ob kriminelle Familienclans in der Corona-Pandemie Soforthilfen bekommen haben. "Wir haben in vereinzelten Fällen Hinweise darauf bekommen, dass Clanmitglieder finanzielle Corona-Soforthilfen der Bundesregierung erhalten haben", sagt der leitende LKA-Kriminaldirektor Thomas Jungbluth der "Rheinischen Post". Man müsse aber beachten, dass auch ein Clanmitglied Anspruch auf solche Soforthilfen haben könnte - etwa wenn sein Betrieb wegen der Krise schließen musste.
Schon Ende April war bekanntgeworden, dass in Berlin Mitglieder arabischstämmiger Clans Corona-Soforthilfen erhalten haben sollen. Die Berliner Kriminalpolizei stieß laut einem Bericht von "Spiegel TV" bei einer ersten Prüfung auf Hunderte Anträge.