Vor dem Hintergrund der Ereignisse beim Schlachtbetrieb Tönnies sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Rheinischen Post": "Jetzt gilt es, jeden regionalen Ausbruch umgehend einzudämmen und die Infektionsketten zu unterbrechen." Deswegen müsse die für die Tönnies-Beschäftigten angeordnete Quarantäne dringend durchgesetzt werden. "Nur mit entschlossenem Handeln vor Ort in Ostwestfalen kann ein Übergreifen auf ganz Deutschland verhindert werden", mahnt Spahn. Es sei gut, dass die Landesregierung dem Geschehen höchste Priorität einräume.
Der Vorsitzende der NRW-SPD, Sebastian Hartmann, kritisiert hingegen Firmenleitung und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) scharf. "Das Tönnies-Desaster ist ein Versagen an verschiedenen Stellen", sagt Hartmann dem "Handelsblatt". "Firmenchef Tönnies und Regierungschef Laschet standen beide in der Verantwortung. Beide haben gar nicht oder zu spät gehandelt."