In
Chile, momentan ein Zentrum der Pandemie, hat die Regierung angesichts weiter steigender Infektionszahlen die
strengen Ausgangsbeschränkungen im Ballungsraum
rund um die Hauptstadt Santiago um eine weitere Woche bis zum 12. Juni verlängert.
Insgesamt leben in der Region etwa acht Millionen Menschen - das entspricht gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. Bislang haben sich in Chile
113.628 Menschen nachweislich infiziert. Damit liegt das Land nach Brasilien und Peru an dritter Stelle in Südamerika. 1275 Patienten sind gestorben. Viele Krankenhäuser haben ihre Belastungsgrenze bereits erreicht.
Zuletzt hatte es im Großraum Santiago zum Teil
heftige Proteste gegeben, weil die Menschen seit Wochen nicht mehr zur Arbeit können und es
kaum soziale Absicherung gibt. Die konservative Regierung von Präsident Sebastián Piñera ließ daraufhin
Lebensmittelpakete verteilen.