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Ein leeres Wartezimmer einer Artztpraxis. Foto: Daniel Karmann/dpa

18:15
26.05.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert Menschen mit Beschwerden auf, sich trotz Corona-Krise behandeln zu lassen. Er könne "alle Kranken, chronisch wie akut Kranke, nur auffordern, ermuntern, tatsächlich auch zum Arzt zu gehen, wenn es nötig ist", sagt Spahn in einem ARD-Interview. «Das ist wichtig für die Gesundheit." Bei Unsicherheiten rät Spahn, den Arzt anzurufen und über die Situation zu sprechen. 
In der Hochphase der Pandemie zwischen Mitte März und Anfang Mai waren in Deutschland deutlich weniger Menschen als sonst zu Fachärzten gegangen. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des NDR bei Vertretern von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen hervor. Alle Vereinigungen äußerten die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu teils lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben. 

Besucher spazieren über das Tempelhofer Feld in Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa