Letztes Update:
20210102013048

19:25
26.05.2020
UPDATE | Die Kontaktbeschränkungen wegen der Pandemie werden bis zum 29. Juni verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt, wie das Bundespresseamt mitteilt. Doch es dürfte fast überall in Deutschland ab dem 6. Juni Lockerungen geben - etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Verabredet wurde der Kompromiss von den Staatskanzleien der Länder und dem Kanzleramt. 
Bund und Länder empfehlen weiterhin unter anderem, die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering und den Kreis möglichst konstant zu halten. Auch bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden, heißt es. Wo die Möglichkeit bestehe, sollten private Zusammenkünfte im Freien erfolgen, wegen des erheblich geringeren Infektionsrisikos. Die Umsetzung der Maßnahmen liegt wie bisher bei den Ländern. Auch strengere Beschränkungen sind möglich, "wo die regionale Dynamik im Infektionsgeschehen dies erfordert".

"Wir haben explosive Übertragungsereignisse": Christian Drosten. Foto: Michael Kappeler/dpa

17:35
26.05.2020
Zunächst auch ohne Impfung, aber mit gezielten Maßnahmen könnten laut dem Berliner Virologen Christian Drosten große Erfolge in der Pandemie erreicht werden. Es gelte, sich insbesondere auf massenhafte Übertragungsereignisse und die Virenübertragung über "Aerosole", also feinste Schwebeteilchen in der Luft, zu konzentrieren, schildert der Charité-Wissenschaftler im NDR-Podcast. 

Inzwischen gebe es die Erkenntnis, dass ganz wenige Leute ganz viele andere Menschen infizierten, während die meisten Infizierten niemanden oder nur wenige Menschen ansteckten, erklärt der Experte. "Wir haben explosive Übertragungsereignisse, die diese ganze Epidemie eigentlich treiben." Bereits beim Sars-Ausbruch 2002/2003 habe man solche Vorkommnisse als "Superspreading-Events" bezeichnet, sagt Drosten. Neue Studien besagten, dass so ein Phänomen auch die Sars-CoV-2-Epidemie treibe.