Letztes Update:
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Foto: Christophe Gateau/dpa

05:24
26.05.2020
Angesichts des monatelangen Verbots für Messen und Großveranstaltungen rechnet die Branche mit einer großen Entlassungswelle. "Noch bevor Messen wieder durchgeführt werden können, werden weite Teile der Veranstaltungsbranche insolvent sein", sagt der Geschäftsführer des Fachverbands Messe- und Ausstellungsbau (Famab), Jan Kalbfleisch, der Deutschen Presse-Agentur. Nach rund vier Monaten ausgefallener Messen und Veranstaltungen drohe im Juni eine große Kündigungswelle, weil vielen Betrieben die Liquidität ausgehe. Nach Schätzungen des Verbandes könnten 250.000 Menschen betroffen sein.
Das Instrument der Kurzarbeit sieht Kalbfleisch für die Messebauer nicht als geeignet an, um den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern. Umsätze würden seit Monaten komplett ausblieben, während Fixkosten weiter gezahlt werden müssten. Von Seiten der Politik gebe es bislang keine effektiven Hilfen, da viele Unternehmen etwa keinen Anspruch auf Soforthilfen hätten. "Darlehen funktionieren auch nicht, weil Unternehmer für Rückzahlungen unterschreiben müssen, von denen sie eigentlich wissen, dass sie sie nicht leisten können", kritisiert Kalbfleisch.

05:15
26.05.2020
Beim geplanten Konjunkturprogramm der Bundesregierung müssen aus Sicht von SPD-Fraktionsvize Sören Bartol Schwerpunkte gesetzt werden. Es seien gezielte Konjunkturinvestitionen sinnvoll, sagt Bartol der Deutschen Presse-Agentur. Ein Modernisierungsimpuls müsse Soziales, Klimaschutz und Innovation verbinden - zum Beispiel mit einem deutschlandweiten Programm für E-Busse und Wasserstoffbusse im Öffentlichen Personennahverkehr oder mit einem Sanierungsprogramm "Soziale Infrastruktur" für Schulen, Kitas und Krankenhäuser. 
"Wir dürfen uns mit einem Konjunkturprogramm aber nicht verzetteln", sagt Bartol. Die Stabilisierung von Branchen, die besonders unter der Krise gelitten haben, stehe im Mittelpunkt.