Für heute haben wir einen sogenannten Click & Meet-Termin in einem Einkaufszentrum vereinbart: Im Oktober hatten wir in einem Bekleidungsgeschäft dort eine Winterjacke gekauft. Doch schon im Dezember gab der Reißverschluss seinen Geist auf. Beim Mailkontakt mit der Hersteller-Firma der Jacke wurden wir trotz des Lockdowns auf die Filiale verwiesen. Auf weitere Nachfrage dort hieß es, wir sollten bitte kommen, sobald ein Besuch wieder möglich ist. Nach Monaten mit defekter Jacke können wir sie nun endlich in den Laden bringen. In dem Geschäft - und allen geöffneten ringsherum - ist sehr wenig los. Auf den Ständern hängt Ware aus dem vergangenen Jahr - alles mindestens 50 und bis zu 70 Prozent reduziert. Doch viele Läden öffnen erst gar nicht ihre Pforten. In dem Einkaufszentrum herrscht angesichts der vielen dunklen Geschäfte und zugeklebten Scheiben gespenstische Stimmung. An einigen Scheiben hängen Info-Zettel, Gutscheine doch bitte bis Ende des Monates einzulösen. Dann werde der Laden geschlossen. Noch ist nicht klar, wie viele Geschäfte nach der Pandemie noch übrig sind. Das Bild heute lässt allerdings noch schlechtere Prognosen zu, als ohnehin schon befürchtet.
Eva Baumgartner