Emden. Der durch die Verbreitung des Corona-Virus notwendige Infektionsschutz hat auch Auswirkungen auf die Geburtshilfe in den Kliniken Emden und Aurich. So müssen Schwangere, die per Kaiserschnitt entbinden, derzeit auf den Beistand ihres Partners verzichten. „Im Falle eines notwendigen Kaiserschnitts ist eine Begleitung im OP derzeit nicht erlaubt (Einsparung von OP-Kleidung/OP-Masken)“, heißt es auf der Internetseite der Krankenhäuser. Bei einer Entbindung im Kreißsaal ist eine Begleitperson dagegen erlaubt.
Unterdessen sind auch die Besuchsregelungen für frisch gebackene Väter restriktiver, als vielen klar sein dürfte. In einer städtischen Allgemeinverfügung zu kontaktreduzierenden Maßnahmen war die Rede davon, dass „werdende Väter“ und „Väter von Neugeborenen“ vom Besuchsverbot ausgenommen sind. Generell kann der Partner in Emden sein Kind und seine Frau auch besuchen und unterstützen - allerdings ist die Besuchszeit auf eine Stunde täglich begrenzt. Klinik-Sprecherin Andrea Janssen bedauerte die Einschränkungen. „Das ist eine Situation, die man gerne zu zweit durchstehen möchte. Auch unser Personal ist nicht immer glücklich über die Regelungen“, sagte sie. Über Ausnahmen müssten die Ärzte entscheiden.
In den Kliniken in Leer dürfen frisch gebackene Väter bzw. eine Bezugsperson nach Angaben der beiden Sprecherinnen weiter die Wochenstation besuchen. Von Einschränkungen war nicht die Rede. Das Borromäus-Hospital gibt an, dafür kostenlos Familienzimmer zu stellen.
Lars Möller