Japan erwägt trotz sinkender Neuinfektionen mit dem Coronavirus eine Verlängerung des Notstands. Ein Expertengremium der Regierung halte die gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers bis auf weiteres für weiter notwendig, sagte der japanische Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, Yasutoshi Nishimura, am Freitag. Der vor zwei Wochen über das ganze Land verhängte Notstand dauert zunächst bis zum Ende der „Goldenen Woche“-Feiertage am 6. Mai,
doch erwägt die Regierung laut des japanischen Fernsehsenders NHK eine Verlängerung um rund einen Monat. Der Notstand in Japan bedeutet keine Ausgangssperren wie in Europa. Die Bürger des Landes sind lediglich aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.
Bislang sind in Japan nach offiziellen Angaben rund 15 000 Infektions- und 460 Todesfälle registriert, doch zeige der Trend der täglichen Neuinfektionen nach unten, hieß es. Dennoch sei Wachsamkeit nach wie vor geboten, betonte der Minister.
Die Menschen müssten nach Ansicht der Experten ihr Verhalten ändern, bis die Neuinfektionen unter ein bestimmtes Niveau sinken, wurde Nishimura weiter zitiert.
dpa