Die CSV stellt in einer dringlichen Anfrage an Premierminister Xavier Bettel (DP) die neue Test-Strategie der Regierung infrage. Der Plan, die gesamte Bevölkerung sowie Grenzpendler auf das Corona-Virus zu testen, sei aus verfassungsrechtlicher Sicht problematisch, schreiben die Abgeordneten Laurent Mosar und Gilles Roth in ihrer parlamentarischen Frage. Es bestehe die Gefahr einer Ungleichbehandlung.
Laut einem Kommuniqué der Regierung sollen negativ getestete Personen keinen Lockdown-Beschränkungen mehr unterliegen. Positiv
getestete Personen müssen sich hingegen in Isolation begeben. Ihre Kontakte werden zurückverfolgt
und auch getestet und unter Quarantäne gestellt, um die Infektionskette zu unterbrechen. Die Teilnahme an den Tests geschieht auf freiwilliger Basis.
Die beiden CSV-Politiker fordern Xavier Bettel nun auf, die "gesetzliche Grundlage" und die "politische Rechtfertigung" für diesen Automatismus darzulegen. Der Chamber-Präsident muss die Dringlichkeit der Anfrage noch anerkennen.