Letztes Update:
20200519144319

Probleme bei Schülern mit besonderen Bedürfnissen

17:25
27.04.2020
Die Gewerkschaft SPEBS-CGFP (Syndicat du personnel de l’Éducation nationale oeuvrant spécifiquement dans l’intérêt des élèves à besoins éducatifs spécifiques), hat einen offenen Brief an Bildungsminister Claude Meisch gerichtet.
Darin beklagt sich die Gewerkschaft, nicht in die Beratungen über die Wiederaufnahme des Schulunterrichts mit einbezogen worden zu sein.
Es sei zudem im Umgang mit Schülern, die besondere Bedürfnisse haben, äußerst schwierig, die Sicherheitsvorgaben des Ministeriums einzuhalten - die Distanz-Regel zum Beispiel sei unter diesen besonderen Bedingungen kaum umsetzbar, da ein enger Kontakt bei solchen Schülern die Regel sei.
Auch Atemschutzmasken seien problematisch in diesem Umfeld, da beispielsweise schwer hörige Schüler den Mund ihrer Bezugsperson sehen müssten. Andere Schüler würden ein Mikrofon benötigen.

Rheinland-Pfalz: 5.901 bestätigte Infektionsfälle

17:21
27.04.2020
In Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 5901 Fälle erhöht. Damit stieg die Zahl der nachweislich durch das Virus Sars-CoV-2 Infizierten um 28, wie das Sozialministerium in Mainz am Montag mitteilte (Stand 10.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Todesfälle nahm auf 153 zu, am Vortag waren es noch 149 Todesfälle gewesen. Die Zahl der bereits genesenen Patienten lag laut Ministerium bei 4456.

dpa/lrs

Deutscher Virologe Drosten erhält Morddrohungen

17:06
27.04.2020
Der in der Corona-Krise oft in den Medien präsente deutsche Virologe Christian Drosten wird nach eigenen Angaben mit dem Tod bedroht. Für viele Deutsche sei er der Böse, der die Wirtschaft lahmlege, sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité der britischen Zeitung „The Guardian“. Er leite die Drohungen an die Polizei weiter, sagte Drosten demnach. Nachts wach hielten ihn allerdings vielmehr die E-Mails von Eltern, die ihm von ihren Sorgen vor der Zukunft berichteten.

Der Experte für Coronaviren hatte schon vor einiger Zeit in seinem NDR-Podcast berichtet, dass er Hassbotschaften bekomme. In dem Interview spricht er von einem „Präventionsparadox“ in Deutschland: Die Menschen sähen, dass die Krankenhäuser die Lage bewältigen können und hätten daher kein Verständnis für die Geschäftsschließungen. Der Blick auf die Lage in stark von Sars-CoV-2 betroffene Regionen wie New York oder Spanien fehle.

Aus Sicht Drostens sind es gerade die frühzeitig getroffenen Maßnahmen, die hierzulande Schlimmeres verhindert haben. Er warnte zuletzt vor Rückschlägen im Kampf gegen das neue Virus bei einem zu sorglosen Umgang mit dem Erreger: Es drohe eine zweite, schlimmere Infektionswelle.

Sarah Cames