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20200519144319

Deutschland debattiert "Recht auf Homeoffice"

17:00
27.04.2020
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) befürwortet grundsätzlich ein Recht auf Home Office, die Unternehmerverbände im Land sehen eine gesetzliche Verankerung der digitalen Heimarbeit hingegen kritisch. Die gegenwärtige Ausnahmesituation in der Corona-Pandemie zeige, dass Home Office in vielerlei Hinsicht besser funktioniere, als zuvor oft angenommen, sagte Dreyer am Montag in Mainz. Der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) klinge vernünftig.

Heil hatte in der Zeitung "Bild am Sonntag" einen Gesetzentwurf für das Recht auf Home Office angekündigt. Bei Arbeitsplätzen, an denen dies möglich sei, sei ein vollständiger Umstieg auf Home Office oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche denkbar.

In Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen derweil auf 5901 Fälle erhöht. Damit stieg die Zahl der nachweislich durch das Virus Sars-CoV-2 Infizierten um 28, wie das Sozialministerium in Mainz am Montag mitteilte (Stand 10.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Todesfälle nahm auf 153 zu, am Vortag waren es noch 149 Todesfälle gewesen. Die Zahl der bereits genesenen Patienten lag laut Ministerium bei 4456.

Sarah Cames

China: Kinder kehren mit "Ein-Meter-Hüten" in Grundschule zurück

16:55
27.04.2020
Um Kindern bei der Wahrung sozialer Distanz zu helfen, hat sich eine Grundschule im ostchinesischen Hangzhou etwas Besonderes einfallen lassen: Am ersten Unterrichtstag nach einer 99-tägigen Corona-Zwangspause trugen Schüler der Yangzheng-Grundschule selbstgebastelte "Ein-Meter-Hüte" mit langen, flügelähnlichen Abstandshaltern, wie chinesische Medien berichteten. "Das ist tatsächlich unsere Idee gewesen", zitierte die Nachrichtenplattform "The Paper" Vize-Rektor Hong Feng. Es entspreche einer Regel der Schule: "Trag einen Ein-Meter-Hut (und) halte einen Abstand von einem Meter.“"

Die kunterbunten Hüte haben die Schüler demnach mit unterschiedlichen Materialien vor der Wiederaufnahme des Unterrichts zu Hause mit ihren Eltern gebastelt. Sie sollen den Kindern dabei helfen, soziale Distanz zu wahren und so das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Kopfbedeckungen seien historischen Vorbildern nachempfunden, die Beamte am Kaiserhof der Song-Dynastie (960–1279) trugen.

Sarah Cames