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20200519144319

Human Rights Watch: Bolsonaro sabotiert Kampf gegen Covid-19

08:33
11.04.2020
Human Rights Watch wirft Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro Sabotage im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor. Er bringe die eigenen Bürger in große Gefahr, indem er sie auffordere, sich nicht an Social Distancing und andere Maßnahmen der Teilstaaten und seines eigenen Gesundheitsministeriums zu halten, beklagte die Menschenrechtsorganisation am Samstag in Sao Paulo.
Bolsonaro handele zudem rücksichtslos, indem er irreführende Informationen über die Pandemie verbreite. "Um vermeidbare Todesfälle tatsächlich zu verhindern, sollten Führungskräfte sicherstellen, dass die Menschen Zugang zu korrekten, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Informationen haben, die für den Schutz ihrer Gesundheit unerlässlich sind", betonte HRW-Amerika-Direktor Jose Miguel Vivanco. "Präsident Bolsonaro tut alles andere als das." - Stand Freitag (Ortszeit) hatte Brasilien 18.397 bestätigte Corona-Infektionen; 974 Personen sind gestorben.

KNA

Über 1000 Covid-19-Tote in Brasilien

07:40
11.04.2020
Als erstes Land Lateinamerikas hat Brasilien mehr als 1000 Todesfälle durch das Coronavirus bestätigt. Nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitagabend (Ortszeit) lag die Zahl der Gestorbenen inzwischen bei 1056. Fast
20.000 Infektionen wurden demnach inzwischen registriert.
Am 26. Februar war in Brasilien als erstem Land Süd- und Lateinamerikas ein Mensch positiv auf den Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, getestet worden. Der rechte Präsident des portugiesischsprachigen Staates, Jair Bolsonaro, geriet in den vergangenen Wochen immer wieder in die Schlagzeilen, weil er die Gefährlichkeit des Virus herunterspielte. Brasilien ist das flächengrößte und mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas.

dpa