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Schulen in China sollen Ende April öffnen

05:13
11.04.2020
Die Schulen in China könnten bis Ende April wieder den Unterricht aufnehmen. Diese Einschätzung gab der Chef der Expertenkommission der Regierung im Kampf gegen das neue Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben der Zeitung „Global Times“ vom Samstag. Solange es keine neuen großen Ausbrüche mehr gebe, sei eine Öffnung der Schulen möglich. Bis auf die besonders geschützte Hauptstadt Peking und die schwer betroffene Provinz Hubei haben alle Provinzen und Metropolen bereits konkrete Pläne angekündigt, den Schulbetrieb in den nächsten Wochen wieder aufnehmen zu wollen.
China habe die Krankheit unter Kontrolle gebracht, sehe sich jetzt aber mit dem Risiko durch importierte Infektionen konfrontiert, sagte der Professor in einer Videokonferenz mit Experten. Das Land suche eine vorsichtige Balance zwischen dem Wiederanfahren der Wirtschaft und der Vorbeugung gegen eine „zweite Welle“ durch das Sars-CoV-2-Virus.
Von den 46 neu gemeldeten Ansteckungen am Samstag waren 42 unter heimkehrenden Chinesen und anderen Reisenden aus dem Ausland. Es gab drei neue Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Chinas offizielle Statistik weist 81 953 Infektionen und 3339 Tote auf. Allerdings war mehrfach die Erhebung geändert worden. Es wird auch davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der amtlichen Auflistung mitgezählt wurden.
Professor Zhong Nanshan berichtete, dass asymptomatischen Fällen jetzt besondere Aufmerksamkeit geschenkt werde. Solche Personen zeigen keine Symptome, können aber ansteckend sein. 1092 solche Fälle sind in China gegenwärtig unter Beobachtung. Am Samstag kamen 34 hinzu, davon 7 bei Reisenden aus dem Ausland.

dpa

Foto: AFP Deborah Birx, Donald Trump und Mike Pence am Freitagabend.

USA: Experten warnen vor Lockerung

19:32
10.04.2020
Der Höhepunkt der Coronavirus-Krise ist in den USA nach Experteneinschätzung noch nicht erreicht. Fachleute aus der Regierungs-Arbeitsgruppe zur Corona-Pandemie sagten am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, es gebe zwar ermutigende Zeichen, aber es sei längst nicht an der Zeit für eine Entwarnung.

„Wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht“, sagte die Koordinatorin der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Deborah Birx. Die Bevölkerung habe sich die Richtlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte sehr zu Herzen genommen, und dies zeige Wirkung. Auch sei die Todesrate in den USA durch das Coronavirus mit Blick auf die Bevölkerungsgröße geringer als in vielen anderen Ländern. Man dürfe aber nicht nachlassen mit den Bemühungen.

Der Immunologe und Präsidentenberater, Anthony Fauci, mahnte ebenfalls, trotz der Erfolge, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sei es nicht an der Zeit nachzulassen. US-Vizepräsident Mike Pence rief die Amerikaner auf, den Richtlinien weiter zu folgen - auch trotz der Oster-Feiertage.

Teddy Jaans