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20200519144319

EU-Ratschef Michel plädiert für europäischen Zivilschutz

12:56
22.03.2020
Für die Schaffung eines europäischen Zivilschutzes und eines gemeinsamen Krisenzentrums hat sich EU-Ratspräsident Charles Michel ausgesprochen. "Es fehlt ein einheitliches Kommando", sagte Michel am Sonntag in der flämischen Fernsehsendung "De zevende dag" zum Umgang mit der Corona-Krise. "Ich denke, die Lehre aus dieser Krise ist, dass wir auf europäischem Niveau einen stärkeren Ansatz beim Krisenmanagement brauchen."

"Ich plädiere für ein echtes europäisches Krisenzentrum", sagte der Ratspräsident in dem per Video geführten Interview. "Das gibt es noch nicht. Wir haben jetzt ein paar Instrumente, aber in der Zukunft wird es entscheidend sein, mehr europäische Mittel in der Hand zu haben." Ein gemeinsames Krisenzentrum würde mehr Vorausschau und mehr Solidarität schaffen, meinte Michel. Nötig sei zudem ein "echter europäischer Zivilschutz". Das Wichtigste in der aktuellen Situation ist dem Ratspräsidenten zufolge, "Mittel freizumachen für die Gesundheit und die Unterstützung der Wirtschaft".

dpa

Grenzübergreifende Hilfe: Saarland will Corona-Patienten aus Frankreich aufnehmen

12:48
22.03.2020
Das Saarland hat Frankreich medizinische Hilfe bei der Behandlung von schwerkranken Coronavirus-Patienten angeboten. Man werde im Rahmen der Kapazitäten und Möglichkeiten Beatmungsplätze für französische Notfallpatienten zur Verfügung stellen, kündigte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Sonntag an. Dies habe er dem französischen Regionalratspräsidenten Jean Rottner in einem Telefonat zugesichert.

Vor allem im Elsass und der gesamten Region Grand Est ist die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch gestiegen. "Wir gewinnen den Kampf gegen das Virus nur gemeinsam. Deshalb ist grenzüberschreitende Unterstützung für uns selbstverständlich", sagte Hans.

Sarah Cames