Letztes Update:
20200519144319
Oliver Dietze Saarbrücken: Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, bot der besonders betroffenen französischen Grenzregion am Sonntag Hilfe bei der Versorgung schwerkranker Patienten an.

Großbritannien: Risiko-Patienten sollen sich drei Monate isolieren

12:35
22.03.2020
Bis zu 1,5 Millionen Briten mit Vorerkrankungen sollen sich wegen der Corona-Pandemie zu Hause in eine dreimonatige Isolation begeben. Dazu zählen unter anderem Menschen mit Leukämie, schweren Atemwegserkrankungen wie COPD und Organtransplantierte.

Der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) wird nach Regierungsangaben vom Sonntag die Betroffenen in den nächsten Tagen anschreiben. Wo nötig, könnten die Patienten auch bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten unterstützt werden.

Sarah Cames

Spanien: Mehr als 28.500 Infizierte und 1720 Tote

12:32
22.03.2020
Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der Fälle weiter rasant an. Die Zahl der Infizierten sei auf mehr als 28 500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntagmittag in seiner täglichen Bilanz mit. Das sind 3500 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 1720. Am Samstag waren es in ganz Spanien noch 1326 gewesen. Das ist ein Anstieg der Todesopfer um fast 30 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo den amtlichen Angaben zufolge knapp 10.000 Fälle und bereits 1021 Todesopfer verzeichnet wurden. Die Region Madrid funktionierte das Messegelände Ifema am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt in ein provisorisches Krankenhaus mit 5500 Betten um. Dort sollen auch Intensivpatienten betreut werden können. Die ersten mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten wurden dort am Sonntag in Empfang genommen.

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser Madrids sind bereits total überlastet, berichteten Medien unter Berufung auf Krankenhaussprecher. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre. Sie soll zunächst für 15 Tage gelten. Nach Medienberichten will die Regierung diese aber aufgrund der dramatischen Lage um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern. Diese Maßnahme müsste aber vom Parlament gebilligt werden.

dpa