Der in der Pandemie bundesweit bekannt gewordene Virologe Alexander Kekulé darf vorerst nicht mehr an der Universität in Halle forschen und lehren. Der Rektor der Martin-Luther-Universität spricht eine "vorläufige Dienstenthebung" gegen den Wissenschaftler aus, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Kekulé kündigt rechtliche Schritte an. Die Universität in Halle äußert sich nicht. "Prinzipiell kommentieren wir keine Personalangelegenheiten", sagt eine Sprecherin der Hochschule der Deutschen Presse-Agentur.
Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über den Fall berichtet. Klinikdirektoren der Universität wurden in dem Schreiben von der Entscheidung des Rektors vom 20. Dezember in Kenntnis gesetzt. Hintergrund ist laut dem Blatt ein Disziplinarverfahren. Dabei gehe es unter anderem um die Unterrichtsverpflichtungen des Professors, so der Zeitungsbericht.