Letztes Update:
20220127220332

16:31
22.12.2021
Reiche Länder sind mit ihren Auffrischimpfungen für alle nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wahrscheinlich für eine Verlängerung der Pandemie verantwortlich. Wären die dafür verwendeten Impfdosen an Gesundheitspersonal und gefährdete Menschen in ärmeren Ländern gegangen, hätten schon im September 40 Prozent der Menschen in allen Ländern geimpft werden können
Die WHO geht davon aus, dass bei einer globalen Impfrate von 40 Prozent in jedem Land die akute Phase der Pandemie beendet wäre. Stattdessen verpassten mehr als die Hälfte der WHO-Mitglieder das 40-Prozent-Ziel auch bis Ende des Jahres, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. 

Flächendeckende Auffrischungsprogramme werden die Pandemie wahrscheinlich verlängern, anstatt sie zu beenden.  WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus 16:31
22.12.2021

16:17
22.12.2021
Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht davon aus, dass eine vierte Impfung nötig sein wird. Der SPD-Politiker sagt, man wisse nicht, wie lange der Booster-Schutz bei der neuen Omikron-Variante anhalte. Möglicherweise sei der Impfschutz "nicht allzu dauerhaft". "Darauf sind wir vorbereitet und haben spezifischen Omikron-Impfstoff gekauft beim Unternehmen Biontech". Lauterbach spricht von insgesamt 80 Millionen Dosen, mit denen ab April oder Mai gerechnet werde. 
Zusätzlich solle auch wieder Moderna-Impfstoff beschafft werden, damit eine Auswahl angeboten werden könne. "Aber ich würde persönlich als Wissenschaftler davon ausgehen, dass wir davon ausgehen müssen, dass eine sogenannte vierte Impfung, das wäre es dann ja, dass die notwendig sein wird."

16:03
22.12.2021
UPDATE | Studien deuten darauf hin, dass Omikron weniger krank machen könnte als die Delta-Variante. Experten mahnen aber vor vorschnellen Schlüssen: "Aktuell erscheinen mir die Daten zur Krankheitsschwere von Omikron noch etwas zu dünn, um daraus allgemeingültige Aussagen zu treffen", so die Infektiologin Isabella Eckerle von der Uni Genf. Eine neue Studie zeigt einen eher milden Krankheitsverlauf bei Infektionen mit Omikron in Südafrika. Ein Forscherteam aus Großbritannien war in Laborversuchen zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Beide Arbeiten wurden nur auf Preprint-Servern hochgeladen, das heißt, sie sind noch nicht von unabhängiger Seite begutachtet. Das Team in Südafrika hatte zum Omikron-Nachweis einen speziellen PCR-Test gemacht aber nicht eine Vollsequenzierung wie in Deutschland üblich
Die Autoren der Studie aus Südafrika haben Daten von Infizierten von Anfang Oktober bis Ende November ausgewertet. Daraus ergibt sich laut den Autoren bei Omikron ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen als bei Delta. Waren die Patienten einmal in der Klinik, gab es jedoch keinen Unterschied im weiteren Verlauf. "Die sehr ermutigenden Daten deuten stark auf eine geringere Schwere der Omikron-Infektionswelle hin", sagt Cheryl Cohen von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten (NICD). Sie warnt jedoch, dass es sich noch um frühe Daten handelt und weitere Studien nötig seien.

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