Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Pläne vieler Bundesländer, bald keine Entschädigung für Verdienstausfälle mehr zu zahlen, wenn Ungeimpfte in Quarantäne müssen. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann spricht im Deutschlandfunk von einer "Impfpflicht durch die Hintertür". Ähnlich äußert sich Verdi-Chef Frank Werneke gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Zweifel müssten hier auch Gesundheitsdaten offengelegt werden, kritisiert Hoffmann. Viele arbeitsrechtliche Konsequenzen würden nicht bedacht.
In ersten Bundesländern sollen Nicht-Geimpfte bald keinen Anspruch auf Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Quarantäne mehr haben. Über einen bundesweit einheitlichen Umgang wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch kommender Woche beraten.