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300 000 Laptops für Schüler

12:27
15.05.2020
300 000 Laptops und Tablets sollen für Schüler in Baden-Württemberg angeschafft werden. Diese sollen dann ausgeliehen werden können, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag in Stuttgart mitteilte. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind benachteiligt sei, weil es zu Hause keinen Computer zur Verfügung habe. Insgesamt stehen für den Kauf der Geräte, Zubehör und Lehrerfortbildung 130 Millionen Euro zur Verfügung. 65 Millionen Euro kommen davon vom Bund und noch einmal die gleiche Summe vom Land.

Ein genauer Zeitplan für die Beschaffung der Geräte im Südwesten war zunächst nicht bekannt. Union und SPD hatten wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise vereinbart, eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Hilfsgelder für Schüler und Schulen bereitzustellen. Das "Sofortausstattungsprogramm" sollen die Schulen auch für die Erstellung von Online-Lehrangeboten nutzen.

Bildungsexperten und Lehrerverbände hatten seit Beginn der Schulschließungen davor gewarnt, dass bestimmte Schüler abgehängt werden könnten, wenn zu Hause keine Geräte wie Laptops oder Tablets vorhanden seien oder wenn Eltern sie nicht genügend in der außergewöhnlichen Lernsituation unterstützten.

Simone Lohner

Ohne Krise wäre es ein gutes Spargeljahr

12:23
15.05.2020
Spargel kann nicht gestochen werden, weil helfende Hände aus dem Ausland fehlen - Spargelbauern rechnen zur Halbzeit der Ernte so mit Einbußen. Hans Lehar von der Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) geht von Einbußen zwischen 20 und 40 Prozent aus. "Ohne gelernte Kräfte geht es nicht", so die Spargelbauern. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) ist deshalb dafür, nach wie vor ausländisches Fachpersonal unter Corona-Schutzauflagen in Deutschland zu haben.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, hofft, dass die Spargelbauern in der Saison "mit einem blauen Auge" davonkommen. Aber einige Betriebe würden die Krise wohl nicht überstehen. Ohne die Corona-Krise wäre es ein gutes Spargeljahr. Aber das Wetter und die Folgen für das Wachstum des Edelgemüses rücken in dieser Saison in den Hintergrund. Zwar funktioniere der Direktverkauf an den Ständen überraschend gut, doch sei das komplette Geschäft mit der Gastronomie bislang ausgeblieben. Discounter zahlen Meinhardt zufolge zudem nur festgelegte Preise, weil sie die Spargelstangen möglichst preiswert auf den Ladentisch bringen wollen.

Bundesweit gibt es eine Anbaufläche von rund 23 000 Hektar. Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und dauert bis zum "Johannistag", dem 24. Juni. In den vergangenen Jahren begann sie aber auch schon früher, nicht zuletzt wegen des Einsatzes von Folien.

Simone Lohner