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20210124142453

Dehoga: Krise der Gastronomien im Südwesten

12:36
15.05.2020
Das Sterben in der Gastronomie wegen der Corona-Krise hat laut Hotel- und Gaststättenverband Dehoga bereits begonnen. "Die Notlage in unserer Branche spitzt sich zu, uns erreichen täglich neue Nachrichten von Betriebsaufgaben und Insolvenzen", sagte der Dehoga-Landesvorsitzende Fritz Engelhardt am Freitag in Stuttgart. Viele Unternehmen des Gastgewerbes seien nach Wochen der Schließung am Ende ihrer Liquidität. Der Verband appelliert an die Landesregierung, Liquiditätshilfen in Form direkter Zuschüsse für Betriebe in Not schnellstens umzusetzen.

Ein mögliches Programm müsse für alle Betriebsarten und -größen der Branche gelten, hieß es beim Dehoga. "Jeder Tag Verzögerung kostet Existenzen und Arbeitsplätze." Vor allem der ländliche Raum verliere Perspektiven. Zwar dürfe die Gastronomie im Südwesten an diesem Montag teilweise wieder in Betrieb gehen, doch die Unsicherheit sei groß. Die Sicherheitsauflagen dürften dazu führen, dass keine normalen Umsätze erwirtschaftet werden könnten - das ergebe sich allein schon aus den Abstandsregelungen.

Mit rund 30 000 Betrieben und mehr als 240 000 Erwerbstätigen zählt das Hotel- und Gaststättengewerbe nach Verbandsangaben zu den großen mittelständischen Branchen in Baden-Württemberg.

Simone Lohner

Verband: "Katastrophale" digitale Ausstattung an Schulen

12:34
15.05.2020
Die Corona-Krise hat nach Verbandsangaben eine schlechte digitale Ausstattung der baden-württembergischen Schulen offengelegt. Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, sagte am Freitag in Stuttgart: "Die digitale Ausstattung der Schulen wird als katastrophal empfunden." Er bezog sich dabei auf eine jüngste Befragung des Instituts forsa unter 260 Schulleitern in Baden-Württemberg. Befragt zu den größten Herausforderungen infolge der Schulschließungen wegen Corona gaben fast 40 Prozent der Schulleitungen an, dass dies die mangelhafte digitale Ausstattung der Schüler und Schulen sei.

Laut der Umfrage erklärten 47 Prozent der Schulleitungen, sehr gut oder gut mit dem Fernunterricht klar zu kommen. 51 Prozent gaben an, die Situation sei weniger gut oder schlecht. Bei den weiterführenden Schulen ist der Anteil derer, die mit dem Fernunterricht gut oder sehr gut zurechtkommen, höher als bei den Grundschulen. "Der Fernunterricht stößt an den Grundschulen an seine Grenzen", sagte Brand. "Grundschulkinder können nur phasenweise eigenständig lernen, sind auf die starke Unterstützung ihrer Eltern angewiesen, und der Einsatz digitaler Lehr- und Lernmethoden ist nur begrenzt möglich." 

Nebenbei kämpften die Schulleitungen nach wie vor mit einem Lehrermangel. Jedoch bewerten die Schulleitungen die Schulpolitik des Landes jetzt besser als vor der Coronakrise, sagte Brand. 2019 gaben sie der Politik von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) die Schulnote 3,7. Im Februar dieses Jahres war es die Note 3,9, und im April verbesserte sich die Note auf 3,4. Dies belege, dass die Schulleitungen mit dem Krisenmanagement des Landes zufrieden seien.

Simone Lohner