Letztes Update:
20200608123633

10:20
23.04.2020
Die Arbeitgeber kritisieren die von der Koalition beschlossene Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt vor einem "Geldausgeben mit der Gießkanne". Dies überschatte richtige Entscheidungen zur gezielten Unterstützung von Schülern und zur Erweiterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter, zu Hilfen für Gastronomiebetriebe und zum erleichterten Verlustrücktrag.
"Die pauschalen Anhebungen des Kurzarbeitergeldes bei 50 Prozent Arbeitsausfall dienen nicht der gezielten Bekämpfung von Notlagen im Einzelfall - was richtig und notwendig wäre -, sondern befeuern Erwartungshaltungen an den Sozialstaat, die ihn langfristig finanziell völlig überfordern werden", erklärt Kramer.

10:07
23.04.2020
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht Deutschland bei der Finanzierung der neu beschlossenen Hilfen unter anderem für Arbeitnehmer und Gastronomie gut aufgestellt. Für die Auszahlung des künftig erhöhten Kurzarbeitergeldes sei in der Bundesagentur für Arbeit "noch ein richtig großer Topf" vorhanden, sagt Scholz im ZDF-"Morgenmagazin". 
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hingegen sagt im RBB-Inforadio: "Mir macht das langsam ein bisschen Angst, wie viel Geld wir auch ausgeben für diese Krisenbewältigung, weil die ganze Sache hinterher ja auch irgendwann mal bezahlt werden muss." Seine Partei habe in den Verhandlungen am Mittwoch "aufgepasst, dass die ganze Sache finanziell nicht aus dem Ruder läuft", sagt Brinkhaus.

Foto: Rene Traut/dpa

09:47
23.04.2020
Nach Hamsterkäufen zu Beginn der Pandemie scheinen die Verbraucher in Deutschland zunehmend zum Alltag zurückzukehren. Nach einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes lag beispielsweise der Absatz von Toilettenpapier in der Woche nach Ostern fast zwei Drittel (minus 65 Prozent) unter dem Durchschnittswert der Monate August 2019 bis Januar 2020. Auch bei anderen Produkten wie Teigwaren, Reis und passierten Tomaten, mit denen sich die Verbraucher zuvor in großem Stil eingedeckt hatten, sank der Absatz. Als Gründe vermuteten die Statistiker kurzzeitige Engpässe beim Angebot sowie eine Sättigung des Bedarfs.
Überdurchschnittlich hoch ist der Wiesbadener Behörde zufolge weiterhin die Nachfrage nach Seife und Desinfektionsmitteln, auch wenn die Verkaufszahlen nicht mehr so hoch wie im März seien. In der Woche nach Ostern lag der Absatz von Desinfektionsmitteln um 71 Prozent über dem Durchschnitt der sechs Monate von August 2019 bis Januar 2020. Bei Seife waren es 10 Prozent mehr.