Die
Aussetzung planbarer Operationen und Behandlungen in der Krise kann laut einer Ärztin "
schreckliche Auswirkungen" auf einige Kinder haben. "
Der Schaden durch Dinge, die man übersieht, kann enorm sein", sagt Susanne von der Heydt, Kinderchirurgin an der Charité in Berlin. "Man hätte kurzfristiger von heute auf morgen reagieren können, anstatt alles weit im Voraus abzusagen", sagt von der Heydt. Für die Patienten hätte das einen großen Unterschied gemacht.
Weil eine Spezialsprechstunde ausfalle, bekomme sie besorgte Nachrichten von Eltern zum Beispiel
wegen wachsender Gefäßtumore an den Körpern ihrer Kinder. "Die sind meist gutartig, metastasieren nicht und sind auch nicht tödlich. Aber sie wachsen eben im ersten Lebensjahr sehr schnell." Je nach dem, wo der Tumor sitzt, könne er aber
irreversible Folgeschäden auslösen. Darum sei die regelmäßige Kontrolle wichtig.