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Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

09:37
23.04.2020
Fast sechs Wochen nach der Schließung der Schulen in Nordrhein-Westfalen wegen der Pandemie sind heute die ersten Schüler in die Klassenräume zurückgekehrt. Das Schulministerium des Landes hatte im Vorfeld mit maximal 250.000 von insgesamt 2,5 Millionen Schülern gerechnet, die heute im bevölkerungsreichsten Bundesland wieder in die Klassen kommen. Den knapp 90.000 Abiturienten ist es freigestellt, wieder zur Schule zu kommen, weil sie nach den Osterferien ohnehin keinen regulären Unterricht mehr gehabt hätten. Für Schüler, die vor anderen Abschlussprüfungen stehen, gilt dagegen Schulpflicht. 

09:27
23.04.2020
Die Aussetzung planbarer Operationen und Behandlungen in der Krise kann laut einer Ärztin "schreckliche Auswirkungen" auf einige Kinder haben. "Der Schaden durch Dinge, die man übersieht, kann enorm sein", sagt Susanne von der Heydt, Kinderchirurgin an der Charité in Berlin. "Man hätte kurzfristiger von heute auf morgen reagieren können, anstatt alles weit im Voraus abzusagen", sagt von der Heydt. Für die Patienten hätte das einen großen Unterschied gemacht.
Weil eine Spezialsprechstunde ausfalle, bekomme sie besorgte Nachrichten von Eltern zum Beispiel wegen wachsender Gefäßtumore an den Körpern ihrer Kinder. "Die sind meist gutartig, metastasieren nicht und sind auch nicht tödlich. Aber sie wachsen eben im ersten Lebensjahr sehr schnell." Je nach dem, wo der Tumor sitzt, könne er aber irreversible Folgeschäden auslösen. Darum sei die regelmäßige Kontrolle wichtig.