Letztes Update:
20200608123633

10:45
23.04.2020
Die Kulturminister der Ländern wollen vom Bund mehr Einsatz für die Kulturszene in der Krise. "Es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, um eine drohende Verarmung der Kunst- und Kulturlandschaft nach der Corona-Krise zu verhindern", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben der Ministerrunde an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie die Minister für Finanzen und Wirtschaft, Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU). "Es handelt sich um eine Sondersituation, die einen gesamtstaatlichen Kraftakt innerhalb der föderalen Ordnung einfordert."

Foto: Christian Charisius/dpa

10:26
23.04.2020
Der Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe befürchtet langfristige negative Auswirkungen der Krise auf die Filmtheater in Deutschland. "Einige Kinos werden es nicht schaffen, und die kleineren wird es eher treffen", sagt der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Flebbe betreibt unter anderem den Berliner Zoo Palast sowie Premium-Kinos in Hannover, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. "Es gibt null Einnahmen, wir sind total lahmgelegt", sagt der Gründer der Cinemaxx-Kette, aus der er vor gut zehn Jahren ausstieg. Sein Unternehmen mit Sitz in Hamburg mache derzeit zwei Millionen Euro Verlust im Monat.
Die Einbußen ließen sich auch nicht Ende des Jahres ausgleichen, sagt der Kinounternehmer. Nach Angaben des Branchenverbandes HDF Kino belaufen sich die Ertragsverluste in den deutschen Filmtheatern während der durch das Coronavirus bedingten Schließungen auf 17 Millionen Euro pro Woche.