Die Jugendherbergen in Deutschland sind in finanzielle Not geraten - und drängen auf staatliche Hilfe. "Bund und Länder müssen unverzüglich und flächendeckend handeln, Politik überlässt die gemeinnützigen Betriebe des Deutschen Jugendherbergswerks in den meisten Bundesländern bislang ohne wirksamen Schutz sich selbst", heißt es in einer Online-Petition des Jugendherbergswerks.
Sollte die staatliche Hilfe auch weiterhin ausbleiben, "steht das DJH nach 111 Jahren seines Bestehens vor einer mehr als unsicheren Zukunft", erklärt Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz.
In Berlin können Tausende besonders geforderte Landesbeschäftigte auf eine Prämie von 1000 Euro hoffen. Entsprechende Überlegungen, über die zunächst der RBB berichtete, wurden der Deutschen Presse-Agentur aus Senatskreisen bestätigt. Es gehe vor allem um Mitarbeiter, die in der Corona-Krise Außergewöhnliches leisteten und in vielen Fällen einer besonderen Gesundheitsgefahr ausgesetzt seien, heißt es.
Zu den Begünstigten sollen nach Recherchen der RBB-"Abendschau" Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité zählen, aber auch Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieherinnen und Beschäftigte in Jobcentern. Nach dpa-Informationen ist dieser Vorschlag aber noch nicht das letzte Wort. Beschlossen ist noch nichts.