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Corona macht Real zu schaffen: Vier weitere Profis infiziert

20:11
29.12.2021
Das Coronavirus macht dem spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid weiter mächtig zu schaffen. Nach mehreren Fällen in den vergangenen zwei Wochen erwischte es nun vier weitere wichtige Profis der Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti. Torwart Thibaut Courtois, Stürmer Vinicius Junior sowie die Mittelfeldspieler Fede Valverde und Eduardo Camavinga seien nach der Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub positiv getestet worden, teilte der Club am Mittwoch mit.

Das Quartett wird mindestens das Ligaspiel am Sonntag beim FC Getafe sowie auch das Pokalspiel am Mittwoch nächster Woche bei CD Alcoyano verpassen.

Zuvor waren seit Mitte des Monats bei Real auch Ex-Bayern-Star David Alaba, Isco, Luka Modric, Gareth Bale, Marco Asensio, Rodrygo, Marcelo und Andrej Lunin wegen eines positiven Tests tagelang ausgefallen. Nicht nur Real leidet aber in Spanien unter Corona. Rund 30 der insgesamt 42 Clubs der ersten und zweiten Liga haben zuletzt zum Teil mehrere Infektionsfälle im Kader gemeldet.

Real kann die Ausfälle aber im Vergleich zu anderen Clubs wohl relativ leicht verkraften: Nach 19 Spielen führen die Madrilenen die Primera División mit 46 Zählern und acht Punkten Vorsprung vor Verfolger FC Sevilla an, der allerdings ein Spiel absolviert hat. Titelverteidiger Atlético hat bereits 17, Erzrivale FC Barcelona 18 Zähler Rückstand auf Real. Beide haben 18 Spiele.

Denise Frommeyer

Journalistengewerkschaft zu Corona-Demos: Reporter besser schützen

19:41
29.12.2021
Angesichts immer häufigerer Übergriffe auf Reporter bei Corona-Protesten fordert die Journalistenorganisation dju vom Staat mehr Einsatz zum Schutz von Journalisten. Die zur Gewerkschaft Verdi gehörende dju richtete die Forderung ans Bundesinnenministerium: „Es ist zunächst mal gut, dass die Stärkung der Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden hat. Das muss jetzt aber mit Leben gefüllt werden und in konkrete Vorhaben fließen“, sagte dju-Bundesgeschäftsführerin Monique Hofmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch online).

„Das sind aus unserer Sicht Gespräche und Vereinbarungen zwischen Polizeien, Innenministerien und Journalistinnen- und Journalistenverbänden über Schutzkonzepte, bei denen das Bundesinnenministerium trotz der überwiegenden Zuständigkeiten in den Ländern eine federführende und koordinierende Rolle übernehmen sollte, auch als Signal, dass man das Problem erkannt hat und ernst nimmt“, erläuterte Hofmann.

Ein Teil solcher Schutzkonzepte könne etwa die Aus- und Fortbildung von Polizisten zum Umgang mit Medienschaffenden und zum Presserecht sein, aber jene auch von Journalisten zum Umgang mit Angriffen und Bedrohungen, so die dju-Chefin. In den Niederlanden gebe es den Ansatz, aus einem zu großen Teilen staatlich finanzierten Fonds Sicherheitstrainings und Anti-Trauma-Seminare, aber auch Sicherheitsausrüstung für freie Medienschaffende zu organisieren.

Denise Frommeyer