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20211227162949

Noch Tausende offene Rechnungen nach Corona-Rückholaktion

14:26
27.12.2021
Fast zwei Jahre nach der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik zu Beginn der Corona-Pandemie sind noch Tausende Rechnungen offen. Etwa 7000 der insgesamt mehr als 54.000 vom Auswärtigen Amt verschickten Zahlungsbescheide an die Passagiere der 260 Rettungsflüge sind noch gar nicht oder noch nicht ganz beglichen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ministerium erfuhr. Größtenteils läuft die Zahlungsfrist noch oder es wurde Ratenzahlung vereinbart. In 1200 Fällen musste das Ministerium aber Mahnverfahren einleiten. Viele Passagiere wehren sich vor Gericht gegen eine Beteiligung an den Kosten. Von ursprünglich 201 Klagen sind 135 immer noch anhängig.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Aktion am 17. März 2020 zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240 000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter flogen die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos aus.

Jan-Felix Jasch

150 Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz in Diskothek in Wilhelmshaven

14:04
27.12.2021
Nach der verbotenen Öffnung einer Diskothek in Wilhelmshaven mit 150 Menschen behält sich die Stadt weitere rechtliche Schritte vor. Es habe keinerlei Vereinbarung mit dem Betreiber gegeben, teilte die Stadt am Montag mit. Nach Polizeiangaben hielten sich die Menschen am frühen Morgen des Zweiten Weihnachtsfeiertages ohne Mund-Nasen-Schutz in der Diskothek auf. Der polizeilichen Anordnung, den Betrieb einzustellen, sei sofort nachgekommen worden. Zwei 23 Jahre alte Männer leisteten nach einem erteilten Platzverweis Widerstand und wurden anschließend in Gewahrsam genommen. Seit Heiligabend müssen Clubs und Diskotheken in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie landesweit geschlossen sein - dies ist zunächst bis zum 15. Januar der Fall.

Denise Frommeyer

Verstärkung für mobile Impfteams: Apotheker dürfen impfen

13:47
27.12.2021
Apotheker in Niedersachsen dürfen in mobilen Impfteams gegen das Coronavirus impfen. Das teilte die niedersächsische Apothekerkammer am Montag in Hannover mit. Apotheker, die in der Vergangenheit erfolgreich ärztlich geschult wurden, dürfen demnach Menschen ab 18 Jahren impfen. Immunisierungen in den Apotheken sind den Angaben zufolge allerdings noch nicht möglich. Zunächst werden die Apotheker ausschließlich mobile Impfteams im Land unterstützen.

Neben Apothekern dürfen nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums auch Zahn- und Tierärzte beim Impfen gegen das Coronavirus helfen, sofern sie entsprechend geschult sind. Die Regelung gelte ab sofort. Wegen der sich ausbreitenden Omikron-Variante sei es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich erst- und zweitimpfen oder boostern lassen. „Dazu können nun auch die Apotheken beitragen und ich hoffe daher auf rege Beteiligung der Apothekerinnen und Apotheker“, sagte die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

Denise Frommeyer